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Die Elektronische Bilanz, auch häufig E-Bilanz genannt, bezeichnet die elektronische Übermittlung der Bilanz an das Finanzamt. Ab dem Wirtschaftsjahr 2013 muss die Einreichung der Jahresabschlussbilanz in elektronischer Form erfolgen. Davon sind ungefähr 1,35 Millionen Unternehmen betroffen.

Steuerliche Rechtsquellen

Die E-Bilanz ist Teil des Ende 2008 von der Bundesregierung verabschiedeten Steuerbürokratieabbaugesetzes (SteuBAG).

Die steuerliche Rechtsquelle der E-Bilanz ist der§ 5b EStG.

Zweck und Ziel

Die E-Bilanz nutzt die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologie für das Besteuerungsverfahren zu nutzen.

Somit ist das Ziel, die elektronische Kommunikation zwischen Unternehmen und Steuerbehörden zu verbessern und somit die staatlichen Einnahmen sicherzustellen.

Technik und Daten

Die Umstellung auf die E-Bilanz bedarf unter Umständen einer längeren Vorbereitungszeit. Die Unternehmen müssen gegebenenfalls mehr und detailliertere Daten erarbeiten, ihre IT-Systeme anpassen und auch Personal entsprechend schulen und fortbilden.

Geschichte

Die E-Bilanz sollte eigentlich schon im Jahr 2011 umgesetzt werden, wurde aber wegen Protesten und Widerständen seitens der Wirtschaft zweimal um je ein Jahr verschoben. Ein Großteil der deutschen Unternehmen hat sich bis heute nicht eingehend mit der E-Bilanz und deren Umsetzung auseinandergesetzt. Das liegt auch daran, dass es lange kein festes Regelwerk zur Abgabe einer Steuerbilanz gab.

Die E-Bilanz wurde bereits mit Beginn 2012 eingeführt. Allerdings erließ die Finanzverwaltung eine generelle Nichtbeanstandungsregelung. Dies ermöglicht die Einreichung der Bilanz für das Wirtschaftsjahr 2012 noch im Papierformat. Für das Jahr 2013 wird die Abgabe einer E-Bilanz jedoch zur Pflicht.

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