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Aktiengesellschaft
Rechtsverhältnis: Kapitalgesellschaft, juristische Person
Gründung: Siehe Gründung
Firma: Sach-, Personen-, Misch- oder Fantasiefirma

Zusatz "Aktiengesellschaft" oder "AG"

Kapital: Siehe Kapital
Organe: Siehe Organe
Geschäftsführung: Vorstand
Vertretung: Vorstand
Haftung: Siehe Haftung

Die Aktiengesellschaft, auch AG, ist eine Kapitalgesellschaft sowie juristische Person des privaten Rechts. Die gesetzliche Grundlage bilden das Aktiengesetz vom 6. September 1965 und das HGB.

Gründung

Die Gründung erfolgt in drei Stufen:

  1. Stufe: Vorgründungsgesellschaft
    • Feststellung der Satzung (Firma, Unternehmensgegenstand, Geschäftsanschrift, etc.)
  2. Stufe: Vorgesellschaft
    • notarielle Beurkundung der Satzung
    • Satzung legt fest ob Bar-, Sachgründung oder gemischte Gründung
    • mit Übernahme der Aktien durch den Gründer ist die AG errichtet
    • Gründer bestellt den ersten Aufsichtsrat und den Abschlussprüfer
    • Aufsichtsrat bestellt den ersten Vorstand
    • Vorgesellschaft ist als GbR handlungsfähig. Gründer haften persönlich und gesamtschuldnerisch ~ auch mit Privatvermögen
  3. Stufe: Entstehung der AG
    • Eintragung ins Handelsregister, Abteilung B
    • Eintragung ins HR wirkt konstitutiv, d. h. rechtsbegründend
    • mit der Anmeldung müssen bestimmte Daten elektronisch übermittelt werden

Kapital

Das Grundkapital der AG, hier auch Gezeichnetes Kapital genannt, muss mindestens 50.000,00 € betragen.

Das Grundkapital ist in Aktien verbrieft, welche dem Aktionär gewisse Rechte gewähren. Der Nennbetrag einer Aktie muss mindestens 1,00 € betragen und auf volle Euro lauten.

Organe

Die drei Organe der Aktiengesellschaft sind

Haftung

Für die Verbindlichkeiten haftet nur die Gesellschaft mit ihrem Gesellschaftsvermögen.

Gewinnverwendung

Der Vorstand muss dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht vorlegen, sowie über den Vorschlag der Bilanzgewinnverwendung unterrichten.

Gesetzliche Rücklage

Die AG muss 5 % des, um einen etwaige Verlustvortrag geminderten, Jahresüberschusses so lange in die gesetzliche Rücklage zuführen, bis diese Rücklage 10 % des Grundkapitals erreicht hat.

Freiwillige Rücklage

Es sind auch, wenn in der Satzung vorgesehen, freiwillige Rücklagen bis zur Hälfte des Jahresüberschusses möglich.

Bilanzgewinn

Der restliche Bilanzgewinn wird gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung in weitere freiwillige Rücklagen eingestellt, als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet und/oder als Gewinn ins nächste Jahr vorgetragen.

Steuerliche Behandlung

Die AG ist als juristische Person ein selbständiges Steuersubjekt und unterliegt somit grundsätzlich der

Die Ausschüttungen unterliegen der

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